| Hochschulpfarrer Markus Hepp verabschiedet |
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| Freitag, den 03. Februar 2012 um 17:43 Uhr |
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Der Gottesdienst überraschte an seinem Anfang mit einem kurzen Film, in dem sich ein Kletterer einen aus dem Meer emporragenden Felsen hinaufkämpfte, dann aber in die wogenden Fluten abstürzte und zu einem erneuten Versuch ansetzte. Dieser Film war als Hinweis auf das Thema „Durchhalten!?“ zu verstehen, das Markus Hepp, sein katholischer Amtskollege Richard Götz, und weitere Helfer dem Gottesdienst voranstellten. In seiner Predigt verglich Markus Hepp die Situation des Kletterers mit den hohen Ansprüche, mit denen die Studenten während ihres naturwissenschaftlichen Studiums gerade an der TU zu kämpfen hätten. Der Leistungsdruck und die Angst zu scheitern seien enorm, Schwächen zu zeigen, wäre verpönt. Vielmehr sei Ausdauer von den jungen Menschen gefordert und die Entschlossenheit, nie zu erlahmen; erst dann winke der Erfolg. Ihr Studium sei mit dem Bau des Tempels in Jerusalem zur Zeit der Perserreiche zu vergleichen, den die Juden nur durch Jahrzehnte währende Beharrlichkeit und nach vielen Rückschlägen abschließen konnten. Die von den Studenten wie auch von ihren Lehrern geforderte Beharrlichkeit habe er, Markus Hepp, an der TU immer wieder erfahren müssen und sie habe auch auf sein Wirken als Hochschulpfarrer abgefärbt. Eine sich um ihn versammelnde Gemeinde wie sonst an evangelischen Ortskirchen üblich habe er nicht vorgefunden. Mit Beharrlichkeit habe er auf die Menschen zugehen, ihnen Angebote machen müssen. In der technischen Welt gehe es aber nüchtern zu; es zählten Daten und Fakten. Die Hemmschwelle für Naturwissenschaftler, über persönliche oder religiöse Dinge zu sprechen sei hoch. Darum habe es in dieser nüchternen, erfolgsorientierten Atmosphäre auch für ihn Misserfolge gegeben. Dennoch habe er es immer wieder erlebt, dass sich Mitglieder der TU nach einem Ausgleich im religiösen Gespräch sehnten und durchaus den Wunsch hegten, allein oder in Gruppen auch einmal Schwächen zeigen zu dürfen. Unter den Naturwissenschaftlern habe er viel Interessantes und für ihn völlig Neues erfahren. Überaus beeindruckt hätten ihn die Forschungen der Astronomen, die mit großer Gelassenheit zu der Erkenntnis gelangt wären, dass die Welt des Menschen in ferner Zukunft l gleichsam zu Nichts zerfallen werde; mit der Bibel sei das nicht in Einklang zu bringen. Am Ende des Gottesdienstes erhielt Markus Hepp den Segen von Kirchenrat Klaus Schmucker und von den Hochschulpfarrern Richard Götz und Hermann Probst für seinen weiteren Lebensweg, zunächst vor allem für seine anspruchsvolle Verwendung als Referent der Regionalbischöfin. An den Gottesdienst schloss sich ein Empfang zur persönlichen Verabschiedung vom scheidenden Hochschulpfarrer an. Einige der Gäste sprachen Grußworte, in denen sie die Leistungen von Markus Hepp würdigten. Auch die 1. Bürgermeisterin von Garching, Hannelore Gabor, dankte ihm. Durch seinen Einsatz bei den Garchinger Gesprächen habe er einen wertvollen Beitrag für das die „Symbiose“ von Campus und Stadt geleistet. Pfarrerin Kathrin Frowein lobte seine gute Zusammenarbeit mit ihr und der Garchinger Laudatekirche, der er zugeordnet war. Beeindruckt habe er sie durch seine Fähigkeit, wohldurchdachte und geordnete Predigten frei und ohne Manuskript zu halten. Markus Hepp merkte in seinem Dank für die Grußworte an, dass es Sinn mache, den Weg als Hochschulpfarrer weiter zu verfolgen, aber sein Weg sei das nicht mehr. Auf seiner Stelle, die von einer halben in eine ganze umgewandelt werden soll, wird er frühestens im Juli 2012 einen Nachfolger haben. |