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so ein schönes Ostern PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 16. April 2009 um 13:09 Uhr

Es ist kein Zufall, dass die Auferstehung Jesu Christi gerade dann gefeiert wird, wenn der Frühling kommt und ringsum das Leben in den schönsten Farben durchbricht: der Beginn von neuem Leben in einer kommenden Welt wird mindestens genauso bunt, genauso verheißungsvoll und genauso schön sein wie ein Frühlingssonntag nach dem langen Winter - ziemlich sicher aber noch viel schöner!


Hatten noch vor ein paar Monaten die Weihnachtsvorbereitungen viel mit Backen und Geschenken, mit Geheimnissen und und Erledigungen zu tun, muteten sich Christen in den Tagen vor Ostern eine ganz besondere Vorbereitung zu: In eigenen, ganz besonderen Gottesdiensten machen wir uns die schweren Schritte bewußt, die Jesus gehen mußte, bis am Ostermorgen der Tod besiegt war.

 Zum Auftakt gab es wie jedes Jahr am Palmsonntag einen Familiengottesdienst in der voll besetzten Kirche. Jesus zieht in Jerusalem ein, hosianna! sangen die Kinder, und in der Predigt ging es um die hohe Bedeutung der Familie für die Weitergabe des Glaubens an die Kinder.

Am 9.4., dem Gründonnerstag, um 19 Uhr räumten wir die Bänke in der Laudatekirche um und stellten Tische auf, um daran gemeinsam Abendmahl zu feiern, zu essen, zu singen und zu beten - fast wie Jesus mit den Jüngern das letzte Abendmahl gehalten hat, ehe er verhaftet wurde. In persönlichen Worten lud Pfarrer Dr. Probst dazu ein, die Fußwaschung Jesu an seinen Jüngern in Gedanken nachzuvollziehen, indem die Gottesdienstteilnehmer ihre Hände in die Taufschale mit Wasser tauchten, ehe der Gottesdienst mit einem gemeinsamen Abendessen ausklang.

Am Karfreitag gedachten wir  der  Verurteilung Jesu und seines Todes. Pfarrer Hepp sang die Liturgie und legte den Psalm 90 aus, ehe wir in riesiger Runde Abendmahl feierten. Mit schwerem Herzen gingen die Gläubigen von der Kirche weg; wäre Jesus tot geblieben, wir hätten keine Hoffnung mehr:

- keine Hoffnung für unsere Toten, die dann für immer verloren sind.

- keine Hoffnung für uns selbst, dass unser Leben einen Halt hat über diese Erdentage hinaus.

- keine Hoffnung aber auch für diese Welt, dass am Ende doch das Gute siegen und das Elend für immer ein Ende haben könnte.


Der Ernst dieser Vorstellung prägte die Stimmung gläubiger Menschen in den Stunden von Karfreitag und Karsamstag. Wir sind deshalb dankbar, dass an diesen Tagen auf öffentliche Musik und Tanz und sogar in Radio und Fernsehen auf Klamauk und große Heiterkeit verzichtet wird. Auch unsere Orgeln und die Kirchenglocken schweigen.


In der Nacht zum Ostersonntag regte sich aber wieder Leben in den Gemeindehäusern. Osternacht und Osterfrühstück wurden vorbereitet; schließlich entzündeten die Brüder Schletter vor der Kirche das Osterfeuer und die achtjährige Julia trug die neue Osterkerze in die dunkle Kirche. "Christus ist das Licht! Gott sei ewig Dank!" sang die Gemeinde. Orgel und Glocken erwachten wieder, die Lichter flammen auf und die Gläubigen feierten mit dem Lied "Christ ist erstanden, Halleluja!" die Auferstehung Christi und die Hoffnung auf die Auferstehung unserer Toten.

Viele sind nachher noch zum Osterfrühstück im Saal beisammen geblieben. Herzlichen Dank daher auch an alle, die es vorbereitet und nachher aufgeräumt haben.

Im Festgottesdienst um zehn Uhr gab unser neuer Kantor Franz Wagner sein Debut mit der Kantorei. In voller Besetzung schmetterten die Sängerinnen und Sänger das Halleluja und begeisterten die Gemeinde und sicher auch Gott mit vielstimmigem Osterlobpreis. Herzlichen Dank an alle, die mitgewirkt haben!

Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und der Ostermorgen lassen die Tiefe des Todes erahnen und einen Vorgeschmack der Befreiung der Auferstehung erleben. Wie schön, dass wir das miteinander feiern konnten.


 

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