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Predigten
Sara und Hagar PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Sabine Brand-Lehmann   
Dienstag, den 19. April 2016 um 08:57 Uhr

Liebe Brüder und Schwestern,

die Geschichten von Abraham, Sara und Hagar haben einen kummervollen Beigeschmack. Zwar haben viele, viele Kindergottesdienstkinder schon den Sternenhimmel gemalt, unter dem Abraham von Gott versprochen wird, so viel Nachkommen sollst du haben...

Aber dann gehen Jahr um Jahr ins Land, Abraham und Sara werden immer älter, und der versprochene Nachwuchs bleibt aus.

Vielleicht will die Episode jetzt von Hagar und Ismael nur aus viel späterer Sicht plausibel machen, warum die Nachkommen Ismaels so am Rande stehen, so nachgeordnet sind im Kreis der Völker, warum Ismael und die Ismaeliter „die Verstoßenen“ heißen, obwohl doch auch sie Nachkommen sind von Abraham.

Ich möchte die Geschichte heute ganz anders auslegen -

im Zusammenhang der hohen Kunst, sich selbst auszuhalten.

Eigentlich scheint Hagar nämlich das herumgestoßene Opfer, das Objekt der Interessen von anderen zu sein. Sie ist Magd,

sie wird als Leihmutter benutzt und ich geh nicht davon aus, dass sie da vorher gefragt worden ist.

Sie soll herhalten, um eine Verheißung wahr werden zu lassen, die eigentlich einer anderen galt.

Und obendrein, zu allem anderen, soll sie sich auch noch schlecht behandeln lassen. „Deine Magd ist in deiner Gewalt. Tu mit ihr, wie es dir gefällt!“, sagt Abraham zu Sara,

und das hört sich ganz bestimmt nicht nach innerer Freiheit an.

Aber genau das ist Hagar gelungen:

sie hat unter widrigsten Umständen neu die innere Freiheit gewonnen, selbstbestimmt zu handeln, statt sich vereinnahmen und beherrschen zu lassen.

Führen wir uns vor Augen, was bisher geschah:

Abraham war grau geworden und niedergeschlagen.

Gott hatte seine Verheißung noch nicht erfüllt,

so kennt Abraham seinen treuen Gott gar nicht;

an seiner Seite Sara, auch sie grau und gebeugt;

einerseits hadert sie mit Gott, weil sie nie schwanger geworden ist,

und andererseits fühlt sie sich mitschuldig daran, dass ihr Mann so depressiv ist: denn wenn sie nicht unfruchtbar wäre, dann hätte er seinen versprochenen Stammhalter vermutlich schon.

Ihm eine Leihmutterschaft vorzuschlagen -

Hagar als vielleicht wesentlich jüngere Mutter eines potentiellen Sohnes -

das schlug zwei Fliegen mit einer Klappe.

Abraham kriegt seinen versprochenen Nachkommen doch -

und Sara hat wieder einen wohlgelaunten Gatten.

Die Lösung scheint genial.

Aber viel verlangt von Sara, denke ich.

Mit brennendem Herzen ließ sie zu,

dass ihr Mann mit der Magd zusammen war und die ihm dann das möglich machen konnte, was sie, Sara, so gern gegeben hätte - und aber nicht konnte.

Der Hammer war die ganze Geschichte aber für Hagar.

Was ist wohl in ihr vorgegangen?

Gefragt hat sie vermutlich keiner - sie war Magd. Viele Rechte, viel Selbstbestimmung wird sie nicht gehabt haben.

Sie ist scheinbar die letzte Hoffnung für die beiden alten Herrschaften; und dadurch und dann erst recht durch einen Nachkommen wird sie ja enorm aufgewertet in ihrer Bedeutung:

Sie würde Abrahams Sohn austragen, würde wohl unverhofft aufsteigen von der Dienstmagd zur heimlichen Stammesmutter.

Viel verlangt - aber auch nicht ganz ohne Reiz.

Mit spürbar gemischten Gefühlen wird sie zunächst die Begegnung mit diesem Sechsundachtzigjährigen erlebt haben,

und dann stellte sich prompt eine Schwangerschaft ein.

Jetzt sieht sie sich vermutlich schon irgendwo als Siegerin: Sie wird Abrahams Kind zur Welt bringen!

Die Machtverhältnisse zwischen Sara und ihr werden sich umkehren, hofft sie. Sara wird ihr dienen müssen!

Sie schaut triumphierend auf Sara herunter und lässt sie das spüren, wie überlegen sie sich fühlt.

Als Sara grantig wird und zu Abraham ins Zelt verschwindet, um sich zu beklagen, da grinst Hagar noch hämisch, weil sie sich jetzt ihrer Stellung sicher ist und ganz klar davon ausgeht, dass Abraham zu ihr halten wird, zur Mutter seines Kindes.

Aber da täuscht sie sich.

Abraham ist seine Frau wichtiger als der verheißene Nachwuchs.

Er hat vielleicht sowieso schon Zweifel gehabt, ob das hinhauen wird mit dem Kind von der Magd, ob das Gott gefällt und sich darin wirklich Gottes Versprechen erfüllt. Und jetzt ärgert die schwangere Magd auch noch seine Frau.

Das ist dem Abraham Indiz genug: das mit Hagar ist nicht ganz koscher.

Sara, sagt er zu seiner Frau, mach mit ihr, was du willst, ihr Schicksal ist ganz in deinen Händen.

Sara triumphiert.

Sie tritt aus dem Zelt - und mit einem Blick sieht ihr Hagar an, Sara ist durchaus nicht geschlagen, nicht geknickt, hier kommt keine Besiegte! Hocherhobenen Hauptes verlässt sie das Zelt:

sie wird weiterhin Frau Nummer eins sein in der Hierarchie, die Herzensfrau Abrahams, ganz egal, ob sie schwanger werden kann oder nicht.

Hagars Träume und ihre Giegesgewissheit platzen wie Seifenblasen.

Eine Welle von Hass und Neid überschwemmt sie, auf diese Sara,

die die Loyalität des Stammvaters auf ihrer Seite hat. Die wird immer die Haupt-Frau des Abraham bleiben, schwanger hin oder her!

Und damit ist für Hagar sonnenklar: „dann könnt ihr schauen, wie ihr an einen Stammhalter kommt: mein Baby kriegt ihr nicht!“

Sie weiß gar nicht recht, wie ihr geschieht;

wie in Trance, wie ferngesteuert und ohne nachzudenken gibt sie dem ersten Impuls ihres Herzens nach, weg, nur weg!

Sie rennt davon,

entzieht dem Abraham und der Sara den ungeborenen Sohn,

um jeden Preis, auch um den, dass sie beide in der Wüste verdursten.

Mancher von uns kennt möglicherweise solche Momente.

Da ist ein innerer Impuls unglaublich,

wie unter Zwang lässt man sich hinreissen, ihm zu folgen, ihm nachzugeben,

man hält diesem Druck keine Sekunde stand - weil man so unter Strom steht, dass man meint, dass es einen sonst zerreisst.

Vermutlich - wahrscheinlich - möglicherweise ist das, was man da aus dem ersten Impuls heraus tut, nicht unbedingt die beste Lösung. Die naheliegendste vielleicht. Aber vielleicht durchaus nicht die geschickteste, die überlegteste sowieso nicht - und vor allem ist es keine Lösung, die man aus innerer Freiheit heraus für die richtige erkannt hätte.

Es ist einfach nur die erstbeste.

Stellen wir uns vor, Hagar wäre also halb blind vor Tränen aus dem Lager gestürmt, und dabei einer älteren Magd in die Arme gelaufen;

und die hätte streng gesagt, „so geht´s aber nicht! Die Sara ist deine Herrin, also darf sie mit dir tun, was sie will, das ist halt so!

Jeder hat sein Päckchen zu tragen!

Beiss die Zähne zusammen!

Ans Weglaufen darfst du noch nicht mal denken,

wütend werden, überhaupt irgendwelche Gefühle zu haben ist nicht vorgesehen, die interessieren keinen, eigene Gefühle sind gar nicht erlaubt!

Ob du, Hagar, am Ende eifersüchtig bist auf die Sara, das interessiert hier keinen, schlag dir das aus dem Kopf!

füg du dich in dein Schicksal.“

Vielleicht wäre Hagar gesenkten Hauptes zurück ins Lager geschlichen.

Mit gebrochenem Herzen, mit gebrochenem Willen und einem Haufen weggedrückter Gefühle im Bauch. Vielleicht hätte sie diese Gefühle betäubt -

ich weiß nicht, welche Mittel man damals hatte, um die Aufruhr im eigenen Herzen nicht so spüren zu müssen;

heutzutage gelingt das vielleicht mit Sport, mit Alkohol, Drogen, mit Essen, Zigaretten, Medikamenten oder auch mit Musik.

Hagar hätte mit zusammengebissenen Zähnen und runtergeschluckten Gefühlen im Alltag weitergemacht, und sie hätte sich immer, ihr Leben lang, als Opfer dieser Dreiergeschichte mit Abraham und Sara gesehen.

Meisterin der Selbstdisziplin und Beherrschung -

aber gleichzeitig Opfer, Objekt, willenlos, fremdbestimmt.

Wir glauben aber an einen Gott der Freiheit.

Der inneren Freiheit, und deshalb verläuft die Geschichte anders:

Deshalb lässt Gott Hagar wegrennen in die Wüste,

lässt sie sich austoben und zur Ruhe kommen an einer Wasserstelle -

und dann erscheint der Engel des Herrn.

Und statt sie, wie die ältere Magd, zu zwingen, dass sie den Blick senkt, die Augen niederschlägt und die Herzensregungen unterdrückt,

statt dessen öffnet ihr der Engel die Augen für ihr eigenes Herz.

Er beschwichtigt nicht, sondern er hilft ihr dabei, zu verstehen, was da alles in ihrem Inneren tobt.

Was ihre Seele schreit.

Der Engel hält ihr die Hand und hilft ihr auszuhalten, sich anzuhören und anzusehen, was in ihr los ist:

die Eifersucht auf Sara,

die Sehnsucht danach, selbst im eigenen Leben bedeutsam zu sein,

respektiert zu werden,

nicht herumgeschubst und instrumentalisiert,

sondern geliebt und geachtet zu werden.

Nichts davon ist verwerflich.

Nichts davon ist falsch.

Und nichts davon ist im Leben der Hagar unmöglich,

sie muss nicht alles hinschmeissen und in ihr eigenes Verderben rennen,

um in der Wüste zu sterben.

Vielleicht legt ihr der Engel vorsichtig seine Hand auf den Bauch und sagt,

da entwickelt sich doch nicht einfach nur der Stammhalter Abrahams.

Hagar, dort wächst dein eigener Sohn!

Ihm möchtest du eine gute Mutter sein,

du willst, dass er ein gutes Leben führen kann,

dass er erfüllen kann, wozu er von Gott bestimmt ist.

Und jetzt hat Hagar wahrscheinlich genickt.

Sie hat sich ganz der eigenen Innenwelt, den Gefühlen zugewandt und mit offenen Augen und offenem Herzen wahrgenommen, was passiert ist:

wo sie verletzt wurde, wo sie selber verletzt hat und wonach sie sich sehnt.

Sie hat nicht mehr nur besinnungslos inneren Druck abgelassen

oder den inneren Druck bezwungen mit Gegendruck;

sondern der Engel hat ihr geholfen, sich selbst auszuhalten,

auszuhalten mit allem, was sie bewegt und bestürmt,

was ihr wichtig ist und was sie zum Leben braucht.

Daraus gewann sie die innere Freiheit, selbst zu entscheiden:

will ich wirklich in der Wüste verdursten?

Will ich wegrennen und gemeinsam mit meinem Ungeborenen umkommen,

als Opfer der Schachzüge anderer -

oder werde ich selber Autor meiner Lebensgeschichte und entscheide aus innerer Freiheit: das Baby und ich, wir werden leben.

Wir wissen, wie die Geschichte weitergegangen ist:

Hagar ist zurückgekehrt, sie hat eine eigene Verheißung für ihr ungeborenes Kind bekommen; ihr Sohn Ismael wurde geboren, und auch er hatte unzählige Nachkommen, eben das Volk der Ismaeliter.

Wir glauben nicht an einen Gott, der uns auf dem Spielfeld des Lebens herumschiebt, willenlos, wie Schachfiguren -

sondern an einen Gott, der uns seine Engel schickt.

Diese Engel öffnen uns immer mal wieder die Augen und die Herzen für das, was uns umtreibt.

Sie helfen uns, uns selber auszuhalten und zu verstehen

und uns dann in innerer Freiheit für das zu entscheiden, was wir für richtig erkannt haben.

In innerer Freiheit und innerem Frieden.

Und der Friede Gottes...

 
Vertrauen: der ungläubige Thomas PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Sabine Brand-Lehmann   
Dienstag, den 19. April 2016 um 08:48 Uhr

Liebe Brüder und Schwestern,

einmal sind meine Eltern zum Notar gegangen und haben mir Generallvollmacht erteilt.

Diese Urkunde dokumentiert, dass mir meine Eltern ihr Vertrauen geschenkt haben. Ein großes Geschenk. Eine Auszeichnung.

Und so groß hätte das Vertrauen des Thomas in seine Mit-Jünger sein müssen, mindestens - damit er ihnen sein Vertrauen schenkt, wenn sie ihn bei seiner Rückkehr überfallen mit der Botschaft, dass Jesus lebt und ihnen erschienen ist.

Sie haben sein Vertrauen nicht. Thomas glaubt nicht.

Da ist etwas entscheidendes schiefgegangen.

Was brauchen Menschen, damit sie einander vertrauen?

Womit hatte ich das verdient, - das Vertrauen meiner Eltern?

- Sicher nicht, weil ich die perfekte Tochter bin. Im Gegenteil, kaum jemand kannte mich doch so lang und so gut wie sie;

- sicher nicht, weil es keine Alternativen gegeben hätte. Da waren gute Freunde und Freundinnen, eine große Verwandtschaft...

Dieses Vertrauen war eine riskante Vorleistung.

In der aktuellen Wochenzeitschrift „Die ZEIT“ ist ein großer Beitrag von Stefanie Kara über Vertrauen - wie es entsteht (und welche Rolle das Hormon Oxytocin im Körper spielt); sie schreibt:

„Risiken gehen wir in unserem Leben viele ein: Wir fahren Auto, wir kaufen Aktien, wir klettern auf Berge. Wir können Unfälle haben, Geld verlieren, in ein Gewitter geraten.

Aber nichts trifft uns so hart, wie von einem anderen Menschen enttäuscht zu werden. Der missratene Sohn des Vertrauens ist der Verrat.

Vertrauen ist deshalb eine ganz besondere Form des Riskierens: Vertrauen heißt, die Angst vor dem anderen zu überwinden.“

Ob meine Eltern Angst vor mir hatten? Ich kann es nicht ausschließen; aber auf jeden Fall haben sie es riskiert, mir dennoch zu vertrauen.

- und deshalb muss die Kirche, die Gemeinschaft der Christen, allem voran das Vertrauen der Menschen gewinnen - nur dann werden sie es riskieren, den Christen zu glauben.

Nur wenn sie vertrauen, werden sie auch Glauben schenken.

Die Botschafter - damals die Apostel, heute wir alle - müssen vertrauenswürdig sein.

Die Menschen müssen bereit sein, sich blind auf sie zu verlassen, in Herzensangelegenheiten. In ihren innersten Überzeugungen, in der Deutung ihres Lebens durch die Auferstehung. Sie sehen nicht - und sollen doch glauben.

Und so wie zwischen meinen Eltern und mir wird die Basis nicht sein, dass Christen keine Fehler machen dürfen. Dass die christliche Kirche perfekt ist.

Oder dass Alternativen gar nicht in Frage kommen.

Sondern, schreibt Kara in ihrem Beitrag in der ZEIT:

„Vertrauen bedeutet also, ins Risiko zu gehen. Wir setzen darauf, dass unser Gegenüber Wort hält, dass der andere tut, was er sagt, und lässt, was uns schadet. Es liegt irgendwo in der Grauzone zwischen Wissen und Nichtwissen.

Wer etwas sicher weiß, hat keinen Bedarf an Vertrauen.

Wer gar nichts weiß, hat dafür keine Basis.“

die Menschen schenken Christen Vertrauen, wenn sie über die Gruppe und ihre Hintergründe schon etwas wissen, wenn sie eine gewisse Schicksalsverbundenheit spüren und bereit sind, ein Risiko einzugehen.

***

Gehen wir in Gedanken zeitlich zurück vor diese Begegnung mit Thomas.

Jesus ist verhaftet, gekreuzigt worden - und begraben.

Mit eingezogenen Köpfen hocken die Jünger beisammen, hinter verschlossenen Türen.

Thomas fehlt. Warum? Das wissen wir nicht.

Jesus tritt in ihre Mitte, spricht den Friedensgruß.

Er zeigt seine Wundmale: sie erkennen ihn - und sind froh.

In den letzten beiden Tagen wurde im Fernsehen immer wieder und wieder der Moment gezeigt, als Genscher auf dem Balkon der Prager Botschaft verkündete, „Wir sind gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass Ihre Ausreise....“ - der Rest geht im Jubel unter.

So ähnlich müsste doch eigentlich das Wiedersehen zwischen dem Auferstandenen und seinen Jüngern gewesen sein. Er zeigt seine Wundmale, spricht den Friedensgruß, der Rest geht im Jubel unter.

Und genau das scheint das Problem zu sein, später mit Thomas... Die Jünger haben verpasst, was bei dieser Begegnung noch passiert ist. Welchen Auftrag Jesus ihnen gibt:

Jesus haucht sie an und sagt: „nehmt hin den Heiligen Geist.“

Das ist ein Auftrag.

Jesus sendet sie,

so wie er selber gesendet wurde von seinem himmlischen Vater;

Er macht Botschafter aus ihnen, mit dem gleichen Auftrag, der gleichen Autorität wie er selbst sie hat.

Der Vater sandte den Sohn;

der Sohn sendet die Jünger.

Und aus dem Fortgang der Geschichte mit Thomas hat man den Eindruck:

- der ganze Teil mit dem Heiligen Geist und der Vollmacht, Sünden zu vergeben, der geht im Jubel der Jünger unter. Den haben sie leider nicht mitgekriegt.

Und wir modernen Menschen, auch wenn wir glauben, auch wenn wir eben noch jubelnd Ostern gefeiert haben - hören wir ihn denn, diesen Teil mit der Sendung und dem Heiligen Geist?

Die christliche Gemeinde zumindest hierzulande schrumpft - und das, denke ich, auch deshalb, weil wir wie die Jünger, nicht vollumfänglich verstanden haben, dass wir nicht nur für uns selber glücklich glauben sollen.

Sonntags Gottesdienst feiern

und von Herzen auf Gott vertrauen - sondern wir sollen auch andere anstecken. Anderen weitergeben, was uns trägt und hält.

Man kommt an den Glauben zu Jesus Christus immer nur durch andere. Unser Glauben ist nicht ausgelegt für Autodidakten!

Man kann sich Jesus Christus nicht selbst erschließen, auch nicht durch die raffiniertesten Meditationstechniken.

Es gibt keine Methode, mit der man sich so in sich selbst versenkt, dass man irgendwo in der Tiefe des menschlichen Selbst Gott oder Jesus Christus vorfinden kann.

Der Dalai Lama zum Beispiel vertritt genau das Gegenteil.

Bei ihm kommt eine große Weltaufgeschlossenheit zusammen mit einer Versenkungsspiritualität:

Es gibt nur den einen Geist, die einzige Wirklichkeit;

der Mensch und die Welt sind nur - wie eine Mondspiegelung im Wasser,

ein von der Wirklichkeit geworfener Schatten.

Idealerweise bleibt die Oberfläche des menschlichen Gemütes möglichst blank und glatt.

Ungerührt, unberührt.

Das ethische Ideal ist die Gelassenheit.

Das sieht Paulus ganz anders.

Nicht nur EIN Geist, im Gegenteil:

Der Schöpfer und sein Geschöpf. Der Mensch ist keine Spiegelung Gottes oder ein Schatten, sondern der Mensch ist ein geschaffenes Gegenüber zu Gott.

Der Schöpfer liebt dieses Gegenüber - sein Geschöpf.

Liebe wühlt die spiegelglatte Oberfläche der Seele auf

Der Schöpfer lässt seinen Menschen gerade nicht möglichst unberührt, sondern ganz im Gegenteil - er verwandelt ihn, durch seine Liebe und durch die Auferstehung.

Das ethische Ideal ist die Liebe.

Eifer der Liebe zu Gott und zum Nächsten,

**

Thomas war also unterwegs, kommt zurück zu seinen Freunden.

Wir wissen ja nicht, was die ihm jetzt gesagt haben.

Zum Glück haben sie ihm überhaupt irgendwas gesagt!

* Wann haben wir denn das letzte Mal ein Gespräch über unseren Glauben geführt mit jemandem, von dem wir annehmen müssen, er glaubt noch nicht?

* Wann haben wir das letzte mal weitergesagt, was wir hoffen,

um andere anzustecken?

* Wann haben wir das letzte Mal versucht, das Vertrauen eines anderen zu gewinnen, damit auch der Gott sein Vertrauen schenkt und glaubt und getauft wird und selig wird?

Die Jünger haben dem Thomas gesagt, was passiert ist.

Der Thomas ist eigentlich doch der allererste, der jetzt angesteckt und missioniert werden müsste von den frisch bevollmächtigten Botschaftern Jesu Christi.

Er ist der erste, den sie gewinnen müssten.

Aber was auch immer sie gesagt haben - Thomas zuckt die Schultern: „Des glaub ich nicht.“

Die Jünger haben sein Vertrauen nicht.

Und dem müssen wir uns auch als Kirche immer wieder stellen, wenn wir erkennen, die Menschen wenden sich ab vom Christentum oder finden von vornherein nicht den Weg in die Nähe der Kirche: sie vertrauen uns nicht.

Dabei hängt, davon sind Christen überzeugt, das Seelenheil eines Menschen davon ab, dass er glaubt. Damals das des Thomas - heute unseres und das unserer Zeitgenossen.

Ist für Thomas damit der Zug abgefahren?

Er war nicht zur rechten Zeit am richtigen Ort - Pech gehabt. Er kann ja nichts dafür.

Er wusste ja nicht, dass der Auferstandene kommen würde.

Thomas sagt, ich glaub nur, was ich seh, und ich möcht den Finger in die Wunde legen.

Die anderen haben ja auch erst gesehen und dann geglaubt.

Und er, Thomas, soll jetzt plötzlich blind glauben, unbesehen glauben.

Ungerecht?

Jesus kommt nochmal.

Zeigt sich nochmal.

Extra dem Thomas zuliebe.

Und ich stell mir vor: Bei diesem zweiten Besuch steht Jesus dann da und schaut seinen Jüngern, einem nach dem anderen, tief in die Augen.

Und er sagt: „Letzte Woche hab ich euch bevollmächtigt. Ich hab euch den Heiligen Geist eingehaucht!

Und noch nichtmal euer engster Kumpel hier nimmt euch ab, dass ich auferstanden bin.

Das ist echt schwach. Das ist traurig. Das geht so nicht!

- Ihr müsst so von mir reden, dass sie euch glauben!

- Ihr müsst so sein, dass sie euch vertrauen!

Ihr Leben hängt davon ab, dass sie euch die Sache mit Gott und dem ewigen Leben abnehmen. Dass sie sich auf euch und auf mich verlassen!“

Jesus verlangt viel von seinen Jüngern, finde ich. Sehr viel.

Von den Jüngern...

Von den Christen allgemein....

Von den Gemeinden,

von der Kirche...

den Religionslehrern,

den Pfarrern,

den Dekanen, den Eltern und Taufpaten....:

Unter uns muss Vertrauen sein -

und auch Außenstehende müssen uns vertrauenswürdig finden.

Wir müssen nicht perfekt sein.

Wir müssen auch nicht die einzigen sein, die von Gott reden und wie man ihn sich der Bibel entsprechend vorstellen kann und wie man sein Leben mit ihm führen könnte.

Aber die Leute müssen spüren, dass sie und wir, die Menschen dieser Erde, innerhalb und außerhalb der Christenheit, zusammengehören, dass wir ihr Bestes wollen und dass sie sich auf uns verlassen können.

Falls das der Fall ist, schenken sie uns vielleicht auch Glauben.

Und auch deshalb ist es so wichtig, dass unsere Gemeinden mit einer gewissen Verbindlichkeit miteinander umgehen, dass der eine sich auf den anderen verlassen kann, dass er tut, was er verspricht, und dass er lässt, was dem anderen schadet.

Und dazu muss man sich, denke ich, auch drauf verlassen können, dass mir der andere alles sagt, was wesentlich ist. Mir nicht entscheidendes vorenthält, so wie wir es manchmal in falsch verstandener Liberalität miteinander tun.

Wer weiß, wie die Jünger reagiert haben, als Thomas sagte, das glaub ich nicht?

Haben sie ihn schulterzuckend links liegen gelassen?

Oder haben sie ihn bestürmt?

Wir wissen es nicht, aber ich könnt mir vorstellen, sie haben gebetet. Um Glauben für Thomas - oder dass Jesus nochmal kommt und sich dem Thomas auch zeigt,

denn wenn sie den Thomas gerngehabt haben und von Herzen sein Bestes wollten, dann haben sie sicher nicht tatenlos hingenommen, dass er das entscheidende dann nicht glaubt.

Und deshalb, wenn es uns auch nicht gelingen sollte, unsere Mitmenschen anzustiften zum Vertrauen auf Gott, sollten wir nicht schulterzuckend resignieren, sondern wenigstens für sie beten, dass sich Jesus ihnen selber zeigt

oder dass jemand anders als Sie oder Ich das Vertrauen dieses Mitmenschen gewinnen kann und ihn anstiften kann zum Glauben.

„Denn selig sind, die nicht sehen und doch glauben,

damit sie aus Gottes Macht durch den Glauben

bewahrt werden.“

 

 
"Menschen fischen"? - Gespräche mit Tiefgang PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kathrin Frowein   
Mittwoch, den 08. Juli 2015 um 09:49 Uhr

Liebe Brüder und Schwestern,

 

als ich vor dreizehn Jahren meinen Dienst auf der letzten Pfarrstelle in München-Laim angetreten habe, da hatte ich direkt Angst vor einem der Ruhestandspfarrer.

 

Er war zwar schon ein alter Herr, aber er hatte noch großen Einfluss auf die Gemeinde; und er war entschiedener Gegner der Frauenordination und hatte meine Wahl als Pfarrerin auf der dritten Pfarrstelle unbedingt verhindern wollen - er war überzeugt, Frauen als Pfarrerinnen, das ist gegen göttlichen Willen, hauptsächlich weil Frauen intellektuell doch irgendwo unterlegen sind. Fand er.

 

Wir waren kaum ins Haus eingezogen, da stand ein Mann im (!) Vorgarten und starrte finster ins Wohnzimmer. Ich kannte ihn nicht - aber irgendwie war mir sofort klar - das isser. Ich bin raus, hab ihn begrüßt, kaum meinen Namen nennen können, da ergoß sich ein wasserfallartiger Wortschwall über mich - ebenso vehemente wie wirre theologische Ausführungen - ich hab mehrfach kurz angesetzt, um auch was zu sagen, aber vergeblich, er dozierte wild gestikulierend - und ich hab zugehört. Lang still zugehört.

 

Und plötzlich brach das Schauspiel ab;

er stoppte, mitten im Satz, zumindest wohl mitten in einem Gedankengang, sah mich an, ergriff meine Hand und rief: „Ich wollt Sie ja nicht hier haben. Aber wenn ich mir das alles so anhör, klingts ja doch ganz vernünftig!“

 

Wandte sich ab, und zog winkend von dannen.

 

Ein Gespräch mit Tiefgang führen - was gehört Ihrer Meinung nach dazu, damit das gelingt? Muss es lang sein? Ist es wichtig, dass beide zu Wort kommen? Dass einer den anderen einen Blick in die eigene Seele werfen lässt? Dass man ehrlich miteinander redet, offen? Muss ich dem anderen dabei in die Augen schauen können, oder darfs auch ein Telefongespräch sein, ein schriftliches Gespräch vielleicht, ein Brief, ein Briefwechsel?

 

In der Apothekenumschau (der „Rentner-Bravo“) schreibt Peter Bach´er: „Wenn sich die Chance zu einem guten Gespräch ergibt, sollte man sofort alles stehen und liegen lassen (...), um sich alle Zeit der Welt zu nehmen.“

 

Er zitiert Goethe, der fragte, „was ist herrlicher als Gold? - Antwort: das Licht. Und was ist erquicklicher als Licht? Antwort: Das Gespräch.“

 

 

Das Gespräch in Abgrenzung wohl zu einer Unterhaltung - die dann eher an der Oberfläche bleibt, auch angebracht und nett sein kann und zweckdienlich, aber leichter und unverbindlich - und in Abgrenzung zu den Wortwechseln, wo zwar vielleicht sogar viel gesagt wird, aber doch am Ende nichts rauskommt. Weil man sich missversteht, aneinander vorbeiredet, einfach nichts rausholen kann aus der Begegnung;

 

manchmal nimmt man das mit einem Schulterzucken hin, es ist in Ordnung

 

- aber vielleicht haben Sie auch schon Gespräche erlebt, in die sind Sie mit einiger Hoffnung auf einen Ertrag hineingegangen, aber es kam nichts dabei raus. Die Hoffnung wurde enttäuscht, auch wenn Sie vielleicht, wie die Fischer, „die ganze Nacht gearbeitet haben“, sich die Köpfe heiß geredet und miteinander gerungen haben

 

- oder die Reaktion vom anderen blieb einfach aus oder es wurde vielleicht nur sinnlos gestritten und die Netze für die guten Ergebnisse, die sind leer geblieben.

 

Das geht mir durch den Kopf, wenn ich den Fischzug des Petrus in meiner Fantasie vor mir sehe, wir haben die Geschichte aus dem Lukasevangelium gehört. Jesus predigt, vom Boot des Petrus aus redet er zu den Leuten am Ufer; und schließlich sagt er zu Petrus, als die Sonne vom Himmel brennt und es Zeit wär für einen Mittagsschlaf, sicher nicht zum Fischefangen, komm, ruder ganz raus auf den See und werft eure Netze aus.

 

Petrus wird geschnaubt haben, denk ich.

In das grelle Licht geblinzelt und abgewunken,

was versteht schon ein Rabbi, ein Studierter wie Jesus vom Fischefangen?

 

Im Stillen widerspricht er Jesus vielleicht: Mann, wir haben schon die ganze Nacht gefischt. Wo die Fische auf Futtersuche sind und wo es dunkel ist, wo man sie leichter erwischt. Unsere Netze sind leer geblieben, wir haben nichts gefangen. Jetzt ist hellichter Tag, die Fische halten sich unten am Grund ganz ruhig, das ist sinnlos, jetzt zu arbeiten! Außerdem sind wir todmüde...

 

Andererseits - er hat jetzt lange Zeit zugehört, wie Jesus gepredigt hat. Er hat Charisma, er hat was zu sagen gehabt, das hat Hand und Fuß gehabt, also zuckt er die Schultern und sagt, okay -

 

auf dein Wort hin, wenn du es sagst - will ich die Netze auswerfen.“

 

Die Netze auswerfen“ kann man symbolisch verstehen, auf vielerlei Weise, und grad im Zusammenhang mit der Ankündigung an Petrus „von nun an wirst du Menschen fischen!“ sind das nicht nur ganz positive Symbole.

 

Die Fische zappeln gefangen im Netz, sind dem Tod geweiht, fallen dem Fischer zum Opfer, keiner von uns möchte in diesem Sinne „ins Netz gehen“ oder auch aufgefordert werden, nach anderen Menschen „Netze auszuwerfen“.

 

Menschen fischen kann in unseren Tagen auch die schrecklichen Assoziationen wecken zu den Flüchtlingen, die aus dem Meer geborgen werden, sehr oft tot ins Boot gezogen werden und nicht mehr zu retten sind.

 

Ich möchte den Fischzug des Petrus, den großen Fang heut in einem ganz anderen Sinn als Symbol verstehen -

 

nämlich für eine Begegnung, bei der was rauskam, einem Gespräch mit Tiefgang, wo vielleicht etwas bisher Verborgenes offenbar wurde, das Spuren hinterlässt im Herzen der Beteiligten, wo jemand aus einem Gespräch Nahrung gewinnen kann für seine Seele, denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein.

 

Jesus schickt den Petrus und die anderen Jünger „Menschen fischen“ - und damit ist nicht gemeint, dass sie wie der Rattenfänger von Hameln durch die Dörfer ziehen und willenlose Opfer ihrer Flötentöne hinter sich herlocken sollen, sondern:

 

Jesus schickt die Jünger in echte Begegnungen, auf Augenhöhe miteinander, von Herz zu Herz, und macht ihnen Hoffnung, dass so eine Begegnung Tiefgang haben kann und reiche Erträge bringt.

 

Zwei unserer Jugendlichen engagieren sich mit sehr viel Herzblut für die Asylbewerber in Garching und arbeiten zur Zeit an einem Beitrag über deren Situation für den nächsten Gemeindebrief. Sie haben mir erzählt, wie sehr diese Menschen, die hier neu anfangen müssen, oft allein schon Mühe haben, auch nur ins Gespräch zu kommen.

 

Aber gar nicht mal nur aus Gründen der Sprachbarriere.

Auch wenn sie auf Englisch jemanden ansprechen, der sicher fünf Brocken Englisch kann: right, left, yes, no, sorry, thank you!, mehr brauchts ja nicht z.B. für eine Wegbeschreibung

 

und doch passiert es ihnen immer wieder, dass sich der andere wortlos, ohne den Versuch zu helfen, oder auch nur eine Geste des Bedauerns, abwendet und sie stehenlässt, als sei der Fragesteller ein lästiges Tier, das um Zuckerstücke gebettelt hat.

 

Ich hoffe, dass ihnen das nie mit einem Christen passiert.

 

Wir können nicht die Welt retten.

Wir können nicht verhindern, was in den unglaublichen Flüchtlingsströmen derzeit an Not und Elend passiert, knapp sechzig Millionen Menschen sind derzeit auf der Flucht, im zweiten Weltkrieg waren es auch nicht mehr.

 

Wir können auch nicht jeden in unser Haus aufnehmen, nicht jedes Schicksal wenden, nicht für jeden Menschen Mutter Teresa sein.

 

Vielleicht denkt sich das jemand, der so einen Flüchtling stehen lässt, der abwinkt und sich abwendet: „was soll´s denn, ich kann dem doch eh nicht helfen, und wenn ich dem helf, dann kommen fünf andere nach, das ist sinnlos!“

 

Wenn Ihnen das das nächste Mal durch den Kopf geht, dann denken Sie an den Petrus. Auch der hat abgewunken, es ist sinnlos, jetzt die Netze auszuwerfen! Wir haben schon die ganze Nacht nichts gefangen, als die Bedigungen günstig waren! Jetzt brennt die Sonne vom Himmel, es hat erst recht keinen Sinn!

 

- aber: „Auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen.“ „Auf dein Wort hin lass ich mich darauf ein.“ In Gottes Namen lass ich mich jetzt auf diese Begegnung ein -

 

du, Jesus, wirst unsere Netze füllen und uns einen Ertrag für diese Begegnung schenken, auch wenn wir uns das jetzt grad kein bisschen vorstellen können.

 

Natürlich setzt das voraus, dass wir ganz bewusst unser Mitgefühl kultivieren. Dass wir gut zu uns selber sind, damit wir in uns selbst genug Stärke finden, uns auf einen anderen einzulassen -

 

und dass wir ganz bewusst in unseren Herzen und unseren Gedanken die Liebe zu unserem Nächsten nähren und nicht den Hass oder die Gleichgültigkeit.

 

Versuchen Sie ganz bewusst immer wieder ihr Herz zu öffnen für die, die in Not sind. Erstmal nur ganz still bei sich selbst, vielleicht jedes Mal, wenn Sie eine Notarztsirene hören. Oder am Ende jedes Gebetes.

 

Denken Sie da als Erstes an jemanden, den Sie wirklich lieben

 

- denken Sie dann an sich selbst, öffnen Sie ihr Herz bewusst für sich selbst -

 

und gehen Sie dann - und erst dann! - in Gedanken zu einem Menschen, der Ihnen fernsteht. Der Ihnen eigentlich erstmal egal ist. Wenden Sie sich von ganzem Herzen diesem Menschen zu, mit einem guten Gedanken, mit einem Wunsch vielleicht - und

 

versuchen Sie das, als Königsdisziplin, da und dort und immer mal wieder auch mit jemanden, der Ihnen so gar nicht liegt.

 

Vielleicht gelingt Ihnen dann, was der Herr Bach´er rät, in der Apothekenrundschau, dass Sie „sofort alles stehen und liegen lassen, um sich alle Zeit der Welt zu nehmen“ für ein Gespräch, aus dem beide so viel Ertrag ziehen können, dass die Netze zu reißen drohen -

 

denn vielleicht ist es schlicht auch ein Lebensauftrag für uns Christen, dass wir in Gottes Namen, auf Jesu Wort hin, die Netze auswerfen, bereit sind für Begegnungen mit Tiefgang;

 

und „Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen. Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.“ Amen.

 

 

 
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